Das Einjährige Berufkraut (Erigeron anuus)
Aus aktuellem Anlass möchte ich euch heute eine Pflanze vorstellen, das Berufkraut. An der Kräuterspirale wuchsen dies Jahr viele Sämlinge des Berufkraut. Nun wurden offenbar vor einigen Tagen dort Pflanzen mitsamt Wurzel ausgerissen und neben den Abfallkorb gelegt. Ich habe mich gefragt, wer das tat und warum? Ordungssinn? Angst vor Neophyten? …
Das Ganze hat bei mir Enttäuschung und Ärger, bei anderen hauptsächlich Ärger hervorgerufen. Da ich ein großer Fan von Aufklärung als weiterführende Vorbeugung bin, gibt es also dies Pflanzenportrait…
Das Einjährige Berufkraut, auch Feinstrahl genannt (Erigeron anuus), ist eine Pflanze, die man leicht erkennt. Blüten ähnlich wie Gänseblümchen oder Kamille, aber bis 1m Höhe. Eine leichte, grazile Gestalt.
Oder doch eher so ein unordentliches, lästiges Unkraut?
Un-/Wildkraut, Zierpflanze oder Neophyt?
Botanisch gesehen, gehört sie zur Familie der Asterngewächse, Asteraceen, den Korbblütlern. Viele von euch freuen sich im Herbst über die Vielfalt an Astern in unseren Gärten. Und Insekten nehmen sie als späte Nektarpflanzen gerne an.
Das Berufkraut zählt zu den sog. Pionierpflanzen – Pflanzen, die sich in gestörten oder umgebrochenen Ökosystemen ansiedelt, also gerne auf offenen Böden, Äckern oder Wiesen.
Ursprünglich kommt sie aus Nordamerika und ist dort eine typische Graslandpflanze.
Im deutschsprachigen Raum und Mitteleuropa wird sie aktuell als „Neophyt“ = neue, im Sinn von nicht heimischer Pflanze bezeichnet, teils sogar als „invasiver“ = verdrängender Neophyt.
Oh, also wieder so ein böser Einwanderer, der unser schönes, heimisches Land kaputt macht?!…
Moment – hier mahne und warne ich gern vor voreiligen Schlüssen:
Als Neophyten werden Pflanzen bezeichnet, die nach 1492, der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus eingeschleppt wurden. Eingeschleppt heißt, da kann die arme Pflanze erst mal nichts dafür, oder?
Meist waren es (Gartenbegeisterte) Pflanzenjäger und Botaniker, die diesen Pflanzen einen hohen Zierwert zuschrieben und sie nach Europa einführten. Aus den Gärten vagabundierten manche Pflanzen dann bei guten Bedingungen in die freie Natur. Das machen tatsächlich alle Lebewesen, ob Mensch, Pflanze oder Tier, dass sie sich nun mal den für sie besten Lebensraum aussuchen…
Das Berufkraut lebt inzwischen übrigens seit dem 18. Jahrhundert hier, also über 300 Jahre. Meine Frage an euch: ab wievielen hunderten Jahren können wir oder würdest du von heimisch sprechen? Wer von uns / euch ist dann in seinem Ort heimisch?
Das Berufkraut in Volksmedizin und aktuelles Wissen
Das Berufkraut gehört inzwischen zu den (heimischen?) Wildpflanzen und wurde von den heilenden Berufsgruppen unserer Vorfahren als Heilpflanze genutzt. So wurden Neugeborene von Hebammen, Heiler*innen oder anderen Kräuterkundigen mit Wasser gewaschen, dem das Berufkraut zugesetzt war. Der Name kommt von berufen, beschreien und war somit eine wichtige Schutz- und Zauberpflanze vor Verwünschungen, Verzauberung.
Das Berufkraut hatte dies Jahr, wo ich aus verschiedenen Gründen nur wenig an der Spirale sein konnte, übrigens einen hübschen „Schutzkreis“ um die Spirale gezogen. Hat ihr nur leider selbst nicht geholfen…
In Nordamerika ist das Berufkraut eine wichtige Heilpflanze der indigenen Völker gegen Husten und Erkältungskrankheiten. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird das Kraut ebenfalls verwendet und es gibt inzwischen erste Studien, dass diese zierliche Pflanze großes Heilpotenzial und breites Wirkspektrum für verschiedene Erkrankungenen enthalten könnte…
Geräuchert hilft es den Raum zu klären und von ungünstigen Energien zu befreien.
Zu guter Letzt ist das Berufkraut bis in den späten Herbst eine wichtige Nektarpflanze für div. Wildbienen, Falter etc.
Das Berufkraut gehört inzwischen zu den (heimischen?) Wildpflanzen und wurde von unseren Vorfahren als Heilpflanze der Volksmedizin genutzt. So wurden Neugeborene mit Wasser gewaschen, dem das Berufkraut zugesetzt war. Der Name kommt von berufen, beschreien und war somit eine wichtige Schutz- und Zauberpflanze vor Verwünschungen, Verzauberung.
Das Berufkraut hatte dies Jahr, wo ich aus verschiedenen Gründen nur wenig an der Spirale sein konnte, übrigens einen hübschen „Schutzkreis“ um die Spirale gezogen. Hat ihr nur leider selbst nicht geholfen…
In Nordamerika ist das Berufkraut eine wichtige Heilpflanze der indigenen Völker gegen Husten und Erkältungskrankheiten. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird das Kraut ebenfalls verwendet und es gibt inzwischen erste Studien, dass diese zierliche Pflanze großes Heilpotenzial und breites Wirkspektrum für verschiedene Erkrankungenen enthalten könnte…
Geräuchert hilft es tatsächlich den Raum zu klären und von ungünstigen Energien zu befreien.
Zu guter Letzt ist das Berufkraut bis in den späten Herbst eine wichtige Nektarpflanze für div. Wildbienen, Falter etc.











